Knapp die Hälfte der österreichischen Jungunternehmer glaubt laut einer aktuellen Umfrage, der Jungen Wirtschaft, dass es mit der heimischen Wirtschaft heuer bergab geht. Das ist der schlechteste Wert seit Beginn der Wirtschaftskrise.

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Alternative Finanzierungen für Jungunternehmer und KMUs können eine gute Alternative zum klassischen Bankkredit sein.

Der Bundesvorsitzende der Jungen Wirtschaft sieht die missliche Lage der Republik durch die Verschleppung notwendiger Reformen, Versagen der Politik in Sachen Hypo, hoher Arbeitslosigkeit und Nullwachstum, begründet.

Kein Wunder, dass die Stimmung unter den Jungunternehmern als schlecht einzustufen ist. Die Banken legen dazu noch ein Schäuferl nach, denn für Gründer geben sie praktisch kein Geld mehr her. Obwohl die Banken über genügend Geld verfügen, und diese noch dazu von der EZB unter extrem günstige Zinsen erhalten. Leider wird es viel zu wenig für den Mittelstand und den jungen Unternehmern in Österreich eingesetzt, sondern alles andere als für die Wirtschaft in Österreich. Denn die Banken Österreichs haben andere Sorgen, zumal sie Milliarden Kredite in Fremdwährungen insbesondere in Schweizer Franken in den ehemaligen Ost-Ländern großzügig und gönnerhaft verteilten, so das so manche nun ins Schwitzen kommen…

Immer weniger neue Jobs durch Jungunternehmer

Die negative Grundstimmung hat freilich auch einen Effekt auf den Jobmarkt: 72 Prozent können sich zum derzeitigen Zeitpunkt nicht vorstellen, neue Mitarbeiter einzustellen; die Hälfte der Befragten ist sich sogar sicher, keine weiteren Mitarbeiter in absehbarer Zeit aufzunehmen. Auch ansonsten sind wenige Investitionen geplant: 37 Prozent wollen ihre Investitionen zurückfahren, nur 20 Prozent werden in Zukunft mehr investieren.

Für die meisten Unternehmen ist es derzeit unattraktiv Mitarbeiter einzustellen, wenn es nicht bald zur Entlastung des Faktors Arbeit, der Abbau von Bürokratie und die Ermöglichung von alternativen Finanzierungsformen kommt.

In Sachen Mitarbeiter schlägt Junge Wirtschaft Bundesvorsitzenden Rohrmaier-Lewis die Senkung der Lohnnebenkosten vor bzw. für den ersten Mitarbeiter sogar eine gänzliche Abschaffung, in Summe würde der österreichische Sozialstaat davon profitieren, da damit jeweils ein Arbeitsloser wegfiele.

Alternative Finanzierungsformen und Bedingungen

Für den Bundesvorsitzenden der Jungen Wirtschaft ist es ein großes Anliegen, dass die verbesserten Rahmenbedingungen für alternative Finanzierungsbedingungen den Jungunternehmern aber auch den österreichischen Mittelstand zu Gute kommen und stärker genutzt werden könnten.

Bei Start Ups ist es so schlimm wie nie zuvor, denn die Banken geben überhaupt kein Geld für Neugründungen her. Die Unternehmensfinanzierung an sich unterliegt mittlerweile einen starken Wandel – der klassische Firmenkredit bei der Bank hat heute nicht mehr den hohen Stellenwert für Unternehmen mit Wachstumschancen und Unternehmergeist wie seinerzeit , weil dieser durch Basel III ( idR. für KMU höhere Beiträge zwecks Besicherung der Kredite voraussetzt) zurückgedrängt wurde und von Alternativen wie Factoring & Leasing, Venture Capital und Crowdfunding bei jungen und innovativen wachsenden Unternehmen immer mehr abgelöst wird. In Österreich betrug bereits das Factoring Marktvolumen 16,4 Milliarden € und hat sich seit 2005 bis zum Vorjahr 2014 auf das Vierfache erhöht.
Damit hat sich das Wachstum von Factoring in Österreich als einer der stärksten wachsenden Finanzierungsinstrumentarien im zweistelligen Bereich fortgesetzt, insbesondere weil die restriktive Kreditvergabe der Banken bei der Mehrheit der österreichischen KMU’s bereits angekommen ist.

Wenn wir aber den Factoring Markt in Österreich mit Ländern wie Großbritannien oder Irland vergleichen kann diese Finanzierungsalternative immer noch als Nischenfinanzierung angesehen werden, zumal die Factoring-Quote-Forderungsankauf im Verhältnis zum BIP bei knapp über 5% liegt, hingegen in GB und Irland bei 16%. Das zeigt doch deutlich, dass in Österreich das Potential von Factoring noch lange nicht genutzt wird, sondern im Gegenteil zwar stetig steigt und zunehmend attraktiver gesehen wird.
Vor allem deswegen weil Factoring eine dynamische Umsatzfinanzierung darstellt und eine Reihe von Vorteilen für das Unternehmen bringen kann.

Schlechte Stimmung unter Österreichs Jungunternehmer breitet sich aus!