Die neuen Vorschriften der Banken, fehlende Reformen und bürokratische Lasten  bekommen viele KMU zu spüren, die Stimmung ist nirgendwo schlechter als in Österreich!

10-Punkte-Plan_Politik_Finanzen_Factorfinanz

Nehmen wir als Beispiel einen Installateur, dieser hat ein Lager im Wert von 150.000 € und bei der Hausbank einen Kreditrahmen iHv. € 50.000. Die Bank muss gemäß der Basel III – Regelung Ihre Eigenkapitalquote erhöhen und streicht dem Unternehmer den Rahmen um die Hälfte zusammen.

Das Unternehmen hatte einen durchschnittlichen Gewinn von € 30.000 erwirtschaftet und kann somit unmöglich den Kredit innerhalb von 3 Monate tilgen und würde auch keine weitere Kürzung verkraften. Das Unternehmen ist somit faktisch insolvent, war vorher aber betriebswirtschaftlich gesehen gesund, stirbt aber wegen der Basel III Regelung.

Dadurch haben wir in Österreich eine Situation die den österreichischen Mittelstand als Wirtschaftsmotor ernsthaft in Bedrängnis bringt und den Personalabbau vorantreibt. Investitionen werden verschoben, damit tritt Stillstand in viele Bereiche ein und folglich auch Rückschritt, was sich möglicherweise im internationalen Wettbewerb mittel bis langfristig auswirken könnte.
Im Augenblick sehen die österreichischen kleinen und mittleren Betriebe kein Licht am Ende des dunklen Tunnels. Was die Umfragen betrifft wird die schlechte Stimmung der KMUs in Österreich nur noch von den Griechen überboten.

Ökonomen und Experten sind über das Geschäftsklima der österreichischen KMUs keineswegs überrascht. Sie sehen die Ursachen  in den übermäßigen Belastungen, Schikanen, insbesondere am Fehlen der Reformen und Investitionsanreize. Das zum Teil schon unternehmerfeindliche Klima wirkt sich soweit aus, dass viele mittlerweile auch langjährige UNTERNEHMEN ins Ausland verkauft wurden oder sogar abwandern wollen.Die verlagerten Entscheidungskompetenzen sind oftmals im Ausland und nicht mehr in Österreich, sodass Entscheidungen des Personalabbaus vorgezogen werden.

Noch vor 2 Jahren als ein Arbeitslosenanstieg von 500.000 Arbeitslosen von manchen Experten prognostiziert wurde und diese Prognosen als absurd und ins Lächerliche gezogen wurden, beweisen wie rasch und merklich diese negativen Umstände aber auch eine Verschlechterung der Konjunktur, die sich ausgewirkt haben.

Wie könnte also die Stimmung der KMU wieder verbessert und eine AUFBRUCHSTIMMUNG herbeigeführt werden?

Ein 10 Punkte Programm sollte umgehend angegangen werden:

  1. Die Sozialpartner sollten wieder mehr im Interesse aller miteinander reden und gemeinsam Lösungen erarbeiten wie die Unternehmen und die große Zahl an Arbeitslosen  wieder mehr  Zuversicht erlangen können.
  2. Abbau der Bürokratie, der überbordenden Regeln, Vorschriften und der damit verbundenen Prüfungen, unverhältnismäßige Mehrfachstrafen für minimale Vergehen.
  3. Abbau des unternehmerfeindlichen Klimas und mehr Wertschätzung gegenüber den Unternehmern
  4. Umsetzung der längst überfälligen Pensions- und Verwaltungsreform
  5. Verbesserung der frühzeitigen Abschreibungsmöglichkeiten bei Investitionen
  6. Verbesserung der Kreditvergabe für KMUs bei den Banken, insbesondere wenn es um die Sicherstellung des Unternehmens und Arbeitsplätze am Spiel stehen.
  7. Umsetzung der längst notwendigen Reduzierung der Lohnnebenkosten
  8. Verlängerung des Handwerkerbonus und Erhöhung der Summen auf mindestens € 1000 (Absetzmöglichkeit der Mwst.  für Privatpersonen)
  9. Vereinfachung im Steuerrecht
  10. Mehr Transparenz und bessere Aufklärung  bei den Fördermöglichkeiten (Förderdschungel)
neuen Vorschriften der Banken, fehlende Reformen und bürokratische Lasten bekommen viele KMUs zu spüren