Eine aktuelle Umfrage der KMU Forschung Austria zeigt, dass mit keiner Entspannung an der Konjunkturfront derzeit zu rechnen ist.

Gewerbebetriebe kämpfen mit Auftragsrückgängen

Gewerbe- und Handwerksbetriebe kämpfen mit Auftragsrückgängen 2015

So sank der Auftragsbestand im zweiten Quartal um 3,8 Prozent. In Branchen der Sanitär-,Heizungs- und Lüftungstechnikern gar mit -19,6%, Kunststoffverarbeitung (-17,1%) und im Bauhilfsgewerbe (-12,9%)

Für das dritte Quartal erwarten 23 Prozent der Betriebe noch weitere Rückgänge, was einem düsteren Szenario und einer mittleren Katastrophe für die Beschäftigung der Mitarbeiter entspricht.

Das zeigt sehr deutlich die österreichischen KMU’s befinden sich in einer Krisenstimmung einerseits durch die geringer werdenden Auftragseingänge und durch die restriktive Haltung der Banken bei der Kreditvergabe insgesamt , der österreichische Mittelstand erhält praktisch ohne adäquate Sicherstellung keinen Kredit. Wichtige Investitionen werden aus Mutlosigkeit verschoben und reduzieren
damit noch mehr die Wettbewerbsfähigkeit und den Fortbestand  der Unternehmen.

Diese Tatsache einer düsteren wirtschaftlichen Ausgangsposition bedeutet für viele Betriebe weitere Überlegungen des Personalabbaus ins Auge zu fassen. Kein Wunder, denn die Lohnnebenkosten die seit Jahrzehnten in diesem Land vorherrschen und hausgemacht sind wurden dem ehemaligen Jobmotor KMU, der nun keiner mehr ist, viel zu lange zugemutet. Den politisch Verantwortlichen  wird nun die Rechnung präsentiert.  Die Arbeitslosenziffern sind auf einen historischen Höchststand und der Konsum im Inland geht zurück, die Mehrheit insbesondere Familien können und wollen sich die Konsumausgaben auf Dauer nicht leisten.

Die Wirtschaftskammer Bunddessparte Gewerbe und Handwerk fordert eine Wohnbauoffensive und eine Senkung der Lohnnebenkosten.

Quelle: Wirtschaftsblatt (9.Juli 2015, S.4)

Gewerbe- und Handwerksbetriebe stehen unter Druck und kämpfen mit sinkenden Auftragseingängen