Fast 40% der österreichischen Firmen sind aufgrund von Forderungsausfällen in ihrer Liquidität eingeschränkt!  

Die Forderungsausfälle der österreichischen KMU sind 2013 gegenüber dem Vorjahr 2012 auf 9,6 Mrd Euro, das sind um 1,6 Mrd  €,  mehr als im Vorjahr gestiegen.

Für jedes 11. Unternehmen sind diese Ausfälle existenzbedrohend. Bei 400.000 heimischen Unternehmen bedeutet der Zahlungsverzug der Kunden eine Liquiditätsverknappung oder sogar die Bedrohung ihrer Existenz.

Bei ca. 400.000 (Quelle: WKÖ) Unternehmen in Österreich wären es ca. 36.000, für die Forderungsverluste nicht nur eine kurzzeitige Einschränkung, sondern sogar eine Existenzbedrohung bedeuten. 39 % sprechen von einem Liquiditätsengpass, 17 % der Unternehmen können dadurch keinen Skontoabzug in Anspruch nehmen.

Welche Gefahren drohen:

Zahlungsausfälle schädigen jedoch nicht nur das direkt betroffene Unternehmen, erklärt Johannes Nejedlik, Vorstand der KSV1870 Holding AG: „Zuerst sind Unternehmen durch mangelnde Liquidität in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt, können günstige Angebote nicht wahrnehmen, keine Skonti zum Abzug bringen, und letztlich auch eigene Verbindlichkeiten nicht fristgerecht bezahlen. Dass 72 % der Befragten angeben, bei Zahlungsschwierigkeiten zuerst die Forderungen ihrer Lieferanten nicht zu bezahlen, entspricht auch unserer Erfahrung. Nur zu oft kommt dann der Gläubiger ebenfalls ins Trudeln, was im schlimmsten Fall zu Insolvenz und Folgeinsolvenz führen kann.“

Gründe für Zahlungsausfall bei Firmen resultiert aus tatsächlicher Geldknappheit, Private sind oft nur vergesslich.
Die möglichen negativen Auswirkungen beruhen darauf, dass insbesondere die kleinen Unternehmen aber auch noch immer genügend größere Unternehmen das Risikomanagement viel zu wenig beachten. Während Unternehmen ab € 50 Mio immerhin bereits 84% für nachhaltiges Risikomanagement investieren sind es bei den kleineren  nur 35%.

Zwecks Bewältigung von Krisen bzw. betrieblicher Fortführung von schmerzhaften Ausfällen haben lediglich 36% der befragten Unternehmen überhaupt einen überdachten Plan.

Was die Zahlungsmoral betrifft warten derzeit Unternehmen im Burgenland am längsten auf die Begleichung ihrer Rechnungen nämlich 34 Tage, danach folgt schon Salzburg und die Steiermark mit einer Zahlungsdauer von 31 Tagen. Je weiter es in den Westen geht nämlich in Vorarlberg ist die Zahlungsfrist mit 23Tagen und  Zahlungsdauer mit 27 Tagen am kürzesten. In Salzburg und Oberösterreich ist hingegen die Zahlungsfrist am längsten.

Erfeulicherweise hat sich die Zahlungsmoral der öffentlichen Hand verbessert, zumal auch sie im Rahmen des Zahlungsverzugsgesetzes nur mehr eine Zahlungsfrist von 30 Tagen vergeben darf. Immerhin 77% der öffentlichen Stellen zahlen sogar in der vorgegebenen Frist, der Rest also die 23% der restlichen Stellen haben gegenüber dem Vorjahr (41 Tage)  ebenfalls mit 37 Tagen eine Verbesserung des Verzuges auf nunmehr 7Tagen vorzuweisen.

Der Vorstand des KSV Nejedlik meint aber, dass es sicherlich noch zu früh ist von einem nachhaltigen Trend sprechen zu können. Es scheint so, dass man im öffentlichen Bereich dem Umgang mit Geschäftspartnern mit mehr an Disziplin begegnet.

—————————–

Wenn Sie als Unternehmer andere Wege gehen wollen und sich für alternative Finanzierungen wie Factoring und Einkaufsfinanzierung interessieren, dann vereinbaren Sie mit uns ein unverbindliches Gespräch.

Factor Finanz GmbH – Ihr erfahrener Makler in Österreich
25 Jahre Praxis und Erfahrung mit alternativen Finanzierungen
www.factorfinanz.com
Hotline: 0699 1989 44 55

Forderungsausfälle schränken Firmen in Ihrer Liquidität ein
Markiert in: