Das Jahr 2014 geht somit zu Ende und alle hoffen 2015 wird es besser, denn die österreichischen KMU sind erstmals kein Jobmotor mehr….
Die schwache Konjunktur setzte den österreichischen Mittelständlern mittlerweile gehörig zu, sodass sich erstmals die Personalstärke verringert hat.

Hat sich wie schon in den Vorjahren zwar beim Dienstleistungsgewerbe der Personalbedarf erhöht  ist er in den anderen Branchen zunehmend rückläufig.

Der österreichische Mittelstand befindet sich also seit 2010 (Null Prozent Marke ) was den Personalstand betrifft auf einen stetigen Tiefflug nach unten, was die Aussichten für das Jahr 2015 nicht gerade optimistisch aussehen lassen.

Die mittelständischen Unternehmen aller Wirtschaftsbereiche werden im kommenden Halbjahr per Saldo aus Personalaufstockungen und -kürzungen keine neuen Mitarbeiter einstellen.

Diese Entwicklung der Auftragseingänge 2014 zeigt, dass man  mit Auftragsein- und rückgängen von – 11,5 Prozent sogar unter dem Wert des Rezessionsjahres von 2009 ( -10% ) liegt. So hat sich leider die Auftragssituation in den einzelnen Wirtschaftsbereichen in keiner Branche im Jahresverlauf verbessert.

Die Auftragserwartungen der österreichischen Mittelständler sind deutlich pessimistischer als noch vor Jahresfrist.  Kein Wunder denn die Umsatzentwicklung ist seit zwei Jahren rückläufig und die Tendenz geht weiter nach unten. Die Mittelständler stellen sich auf eine weitere Durststrecke ein. So liegt der Saldo aus steigenden und sinkenden Umsätzen nach vier Jahren erstmals wieder im Minusbereich und betrug  2014  – 2,2 %. Im Jahr 2013 wurde immerhin noch ein + 7,5% erreicht.

Resumee: Österreichs Wirtschaft verliert weiter an Boden

Wie bereits in einer Umfrage der Creditreform im Frühjahr 2014 festgestellt wurde haben die heimischen Unternehmen mit rückläufigen Umsätzen und Aufträgen stärker zu kämpfen als ursprünglich angenommen.

Das Kämpferherz KMU verliert immer mehr die Hoffnung dass sich was zum Besseren wenden könnte. Die Gründe sind vielfältig, das billige Geld der Europäischen Zentralbank kommt bei den Unternehmen nicht an. Die Banken benötigen dieses vorläufig selbst um die Eigenkapitalvorschriften einzuhalten und Vorsorge zu halten. Dazu kommt ein großes Misstrauen ins geopolitische Umfeld sowie ein nach wie vor nicht beiseite geräumtes Bauchweh hinsichtlich der Stabilität des Euroraumes (Stichwort Frankreich, Italien). Der österreichischen Exportwirtschaft macht auch der stotternde Konjunkturmotor Deutschland Sorgen. Das alles führt zu den negativen Erwartungshaltungen für die zukünftige Entwicklung. Es muss von den Unternehmen und auch von der Politik gleichermaßen neue Impulse zur Belebung der Wirtschaft in unserem Land gesetzt werden.

Die Rahmenbedingungen die schon hinlänglich bekannt sind und nicht genug angegangen wurden wie z.B. konsequente Verwaltungsreform im öffentlichen Dienst und eine Entlastung der Lohn- und Nebenkosten für den österreichischen Mittelstand sind jetzt umgehend umzusetzen. Vor allem die flaue Bauwirtschaft muss mit Konjunkturprogrammen unterstützt und wiederbelebt werden, denn da gäbe es noch viel für die Zukunft nachhaltig zu tun. Eine nachhaltig finanzierte Steuerreform sollte darüber hinaus auch den privaten Konsum befeuern.

Was sich aber viele wünschen, dass nicht nur in der Politik geredet wird sondern wirksame Maßnahmen die österreichische Wirtschaft unterstützen und diese konsequent umgesetzt werden auch wenn der Spardruck für Österreich durchaus besteht.

Die österreichischen KMU sind erstmals kein Jobmotor mehr
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